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Wie sieht denn eigentlich so ein Sauwetterfahrrad aus?
12.03.2014 19:17

Momentan ist's trocken – aber was machen wir in Regenscheid?

Das Wetterchen meint es ja zu zwei Dritteln gut mit uns. Aber was ist mit dem zähen Nebel im Sauerland und dem Monsun und dem langen Winter. Erst mal Tach zusammen! Wie isses! Muss ja, woll?!

Die Zeiten sind bedenklich. Allein in den letzten 10 Jahren gab es eine Verfünffachung des Ölpreises und billiger wird es auch nicht wirklich. Spätestens Ostern 2014 fangen wir wieder mächtig an zu jammern.

Den gut ausgerüsteten Fahrrad-Pendlern macht auch das Sauwetter kaum etwas aus. Es gibt nur schlechte (Ver-) Kleidung. Den Regenschirm werden sie ohnehin getrost zu Hause lassen. Im Grunde werden Radfahrende nie ganz trocken, ob die Feuchtigkeitsbildung von innen herausdunstet oder von außen hineinprasselt.

Wenn es nach der Fahrt noch eine Dusche gibt, werden Radfahrende obendrein doppelt nass.

Ein gewisser Gesundheitseffekt dank der sportlichen Leistung lässt sich beim Radfahren aber glücklicherweise  kaum vermeiden.

Wer gemütliche Kurzstrecken fährt und sich mit geeigneter Kleidung vor Regen schützen will, sollte sich unbedingt mal Tests von Greenpeace ansehen. Dort sind Outdoorjacken auf krebsrerregende Säuren und eine Reihe weiterer Schadstoffe entdeckt worden. Ein Verzicht auf unangemessen wasserresistente Bekleidung ist hier wohl zu empfehlen. Die Testergebnisse lassen sich hier nachlesen: http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/chemie/gp_outdoor_report_2012_fol_final_neu_03_es.pdf Und wer nicht unbedingt „made in china“ kann sich hier mal umsehen. http://www.finkhof.de/de/Erwachsene/Unterwaesche/Unterwaesche-farbig-aus-Wolle/Seide:::3_32_45.html?XTCsid=fd54a79113381b630ab1b0bbf2e92224 Oder hier gibt es auch einiges: http://www.aclima.no/index.php?lang=en

Jacken zum Radfahren sind in der Regel hinten etwas länger geschnitten. Somit bleiben die Radfahrer auf dem Aufrechtrad hinten besser trocken, aber leider auch beim Absteigen damit leicht am Sattel hängen, wenn die Schnittweite zu schmal ausfällt. Regenponjos fürs Fahrrad sind leicht mitzunehmen und über den Lenker zu spannen. Sie beeinträchtigen allerdings die Lenkung und die Lenkstange ist nicht sichtbar, weil sie durch den Behang bedeckt wird. Bei starkem Regen haben die Radfahrer vor sich eine Kuhle mit einer schwappenden Pfütze, die bei jedem schnellen Halt überläuft und die Beine nicht wirklich trocken hält.

Neben der Bekleidung gibt es einige technische Lösungen für Fahrräder und vor allem für die nicht ganz so windanfälligen Liegeräder, insbesondere für Liegedreiräder (Trikes, sowohl Deltatrikes als auch Tadpoletrikes).

Tiefe und breite Schutzbleche sind natürlich für alle unverkleideten Fahrräder zu empfehlen, damit die Füße und Hosen möglichst trocken und vor Spritzwasser geschützt bleiben.

Es gibt den durchsichtigen Streamer für vorne ans Fahrrad des Liegerad-Herstellers HP-Velotechnik. http://www.hpvelotechnik.com/produkte/streamer/index_d.html

Für Deltatrikes gibt es von einer nahegelegenen Firma (Hase-Bikes) eine beflügelnde Lösung namens Klimax.

http://hasebikes.com/241-0-klimax-editorial.html

Es gibt auch ein Regendach von der Firma ???, was allerdings nicht gerade windschnittig zu sein scheint, wenn es zu hoch montiert wird. Es lassen sich bei Scheibenlösungen zur besseren Durchsicht Motorradsprays verwenden, z. B. die Nanoversiegelung Rain-X aus dem Motoradbereich oder Liquid Glass Hochglanzversiegelung. Am besten ist es, sich mit einer Rückfrage beim Scheibenhersteller zu versichern, welche Mittel dort am geeignetsten sind.

Speziell für Liegeräder gibt es eine hochwertige und windschnittige Nase in verschiedenen Farben, die ein Hersteller in Süddeutschland in kleinen Serien anbietet: http://www.fahrradverkleidung.de/nose.html

Eine Kombination aus Nase und Scheibenlösung bietet die so genannte Wildcatverkleidung. Hier werden jetzt die Wildcats vertrieben (Leitrafront) http://velovergne.fr/

Die Wildcatverkleidung wird in der Regel zum Ein- und Ausstieg nach vorn hochgeklappt und mit Leichtbauverkleidungen ergänzt.

Wer auf ein spritzwasserfreies Fahrrad mit Unterboden nicht verzichten möchte, ist sicher mit einem Velomobil (abgekürzt VM) ganz gut bedient. Darin benötigen die Fahrer die vergleichsweise wenigste Bekleidung beim Fahren, sollten aber stets dicht und leicht verpackte Wechselkleidung dabei haben, um nach dem Aussteigen nicht in der Kälte zu verbringen.

Zusätzliche Motivation

Fehlt noch etwas Motivation, kann in der Winterzeit vielleicht der Winterpokal etwas nachhelfen. In Fahrradforen wie z. B. www.rennrad-news.de oder mtb-news.de können Radfahrer ihre Winterfahrten in Fahrzeit notieren und stehen im direkten Vergleich zu anderen eingetragenen Fahrern und Gruppen. Dabei kommt es nicht auf Schnelligkeit, sondern die sportliche Betätigung im Winter an.

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