Beim Forum Radverkehr handelt es sich um eine „Runde“ aus Politik, Verwaltung und interessiereten Vertretern, die im Februar 2012 erstmalig auf Einladung der Stadtverwaltung im Raatssaal im Lüdenscheider Rathaus stattgefunden hat. Hier wurden unter anderem Hinweise und Ideen gesammelt,  die hier unten teilweise stichwortartig aufgelistet sind.

 

Aktuelle Pressemeldung der LN vom 06.03.2014:

"Mehr Platz für Radfahrer

3. Forum soll kommen / Anregungen aus Beirat

LÜDENSCHEID - Radfahrer haben in Lüdenscheid keinen leichten Stand - nicht nur aufgrund der Topografie. Im Umweltbeirat wies Ulrich Neuhaus (Bündnis 90/Die Grünen) auf zwei kritische Punkte hin. So sei die Spur, die Radfahrer auf der Herscheider Landstraße zwischen dem Sonneborn-Kreisel und dem Versedreieck nutzen könnten, zugeparkt, weil sie als Park & Ride-Plätze genutzt werden. "Eigentlich müsste da in der Nähe ein Parkplatz für Pendler geschaffen werden", schlug Neuhaus vor. Ein Dorn im Auge ist ihm auch das Fahrrad-Verbot auf dem Stern- und dem Rathausplatz. "Ich fände es schon gut, wenn die beiden Plätze mit dem Rad befahren werden könnten." Hans Jürgen Bazidura, städtischer Fachdienstleiter Umweltschutz und Freiraum, erklärte, es werde ein drittes Radverkehrsforum geben. Dort könnten die Anregungen eingebracht werden - my"

 

---------------------------------------------------zur Erinnerung-----------------------------------------------------------------------------------

 

Hinweise und Ideen 1. Lüdenscheider Radverkehrsforum

INFRASTRUKTUR
Abstellmöglichkeiten sichere Abstellmöglichkeiten / Fahrradboxen Eingang Stern Center, Bahnhof
Abstellanlagen / Ausweisung von Radstellplätzen auf vorhandenen Parkplätzen und TG bsp. Rathaus TG
Ladestation Ladestationen für Pedelecs und E-Rollstühle im Zentrum
Bordabsenkung Heedfelder Straße / Ludwigstraße stadtauswärts vor Knoten Bord absenken
Heedfelder Straße / Im Olpendahl stadtauswärts vor Knoten Bord absenken
Infrastrukturunterhaltung Mängelmeldung STL VZ "Radfahrer frei" zum Rechtsabbiegen von Heedfelder Straße in freigegebene Frankenstraße
Reinigung Radweg ("Eiskanal") Verse
Markierung + (evtl. in Rot) + Piktogramm Frankenstraße (Einbahn)
Markierung + (evtl. in Rot) + Piktogramm Winkhauser Straße (Einbahn)
Ordnungsamt Überwachung Winkhauser Straße Falschparker vor Pizzeria
Heedfelder Straße Falschparker Abschnitt Am Neuen Haus - Kreishaus
Verkehrsplanung-/-lenkung Einbahnstraßenöffnung Humboldtstraße Richtung SternCenter
Öffnung von Einbahnstraßen generell
Fahrradstraße Vorrang für Fußgänger und Radfahrer bsp. Knapper Straße, Kfz nur "dulden"
Freigabe Busspur Hochstraße / Talstraße stadtauswärts
Werdohler Straße / Hochstraße stadtauswärts vor Oberstadttunnel
Weststraße vor Kölner Straße
Weststraße vor Parkstraße
Bahnhofstraße bzw. Freigabe der Rechtsabbiegespur stadtauswärts
Freigabe Gehweg Bräuckenstraße Abschnitt Schlittenbacher Straße - Hochstraße
Bräuckenstraße vor Autoglas Sauerland zum Einbiegen in Schlachthausstraße
Altenaer Straße Abschnitt Brüderstraße - Gasstraße beide Richtungen
Herscheider Landstraße
Humboldtstrßaße
Lennestraße
Rahmedestraße
Dammstraße
Bayernstraße
Parkstraße
Dammstraße Verbindungsweg
Gehweg-Freigaben generell prüfen
LSA LSA Radfahrer-LSA Winkhauser Straße / Heedfelder Straße
LSA-Umrüstung auf Video statt Schleifen
Radfahrer frei zum VZ 250 Fliedner Straße aus Hochstraße (Pfosten)
(Verbot für Fahrzeuge aller Art) Schlachthausstraße aus Herscheider Landstraße (Pfosten)
Oberstadt: Hochstraße, Loher Straße, Werdohler Straße
Schranken Am Weiten Blick Durchlässigkeit der Schranke / Umlaufsperre
Horringhauser Straße / Noltestraße Durchlässigkeit der Schranke / Umlaufsperre
Bayernstraße
Fußgängerzone Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer: nachts, analog zum Lieferverkehr
Einrichtungen für den Radverkehr auf der Straße Radfahrerschleuse Heedfelder Straße / Im Olpendahl / Grebbecker Weg stadteinwärts
Heedfelder Straße / Im Olpendahl / Grebbecker Weg stadtauswärts
Bahnhofstraße Christuskirche stadtauwärts
Bahnhofstraße Karolinenstraße stadtauwärts
Heedfelder Straße / Hohe Steinert
Humboldtstraße bergauf
Markierung / Piktogramm Herscheider Landstraße
Humboldtstrßaße
Lennestraße
Rahmedestraße
Dammstraße
Bayernstraße
Parkstraße
Sonstiges Aufklärungsarbeit + Westen
Privatweg-Nutzung am Kreishaus zwischen Heedfelder Straße und Am Fuhrpark
Radnetz NRW Hasleystraße Alternativroute
attraktive Rad-Mitnahme im ÖPNV + Werbung
Radfahrer Stadtplan / Bildung einer Arbeitsgruppe / Verkehrswegenetz für Fußgänger und Radfahrer
Öffentlichkeitsarbeit Kosten und CO2-Ausstoss z. B. für Brötchen holen mit dem Auto (Sprit+Unterhalt…)

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HIER folgt in Auszügen die von den Ausschüssen Bau-Verkehr/Umwelt-Ausschüssen in gemeinsamer Sitzung abgeschmetterten, vertagten VORLAGE (Ablehnung  in erster Linie aufgrund des markierten Bereiches)

 

Fachdienst Stadtplanung und Verkehr
Frau Nina Niggemann-Schulte, Tel. 171672

TOP: Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs
Beschlussvorlage Nr. 201/2012
Produkt: 120 010 010 Planung von Verkehrsflächen und -anlagen und Verkehrslenkung

TOP: Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs
Beschlussvorlage Nr. 201/2012
Produkt: 120 010 010 Planung von Verkehrsflächen und -anlagen und Verkehrslenkung

Finanzielle Auswirkungen? ja

investiv konsumtiv

Bemerkung: Je nach Maßnahme handelt es sich hierbei um investive oder konsumtive Mittel. Wenn möglich werden Änderungen im Rahmen von anstehenden Baumaßnahmen umgesetzt, so dass sie kostengünstig ggf. kostenneutral zu bewerten sind.

Haushaltsmittel ausreichend vorhanden?
ja, veranschlagt bei folgendem Konto:

Produkt bzw. Auftrag/Sachkonto/Bezeichnung:
Einmalig: / /
Laufend: /5221000/Verkehrszeichen/ -einrichtung

freiwillige Aufgabe
Grundlage:
Die Maßnahmen sind freiwillig. Die Kommunen sind jedoch im kürzlich verabschiedeten „Nationalen Radverkehrsplan 2020“ aufgefordert worden den Radverkehr zu fördern.

Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss beschließt die Förderung des Radverkehrs mittels Einzelmaßnahmen und beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung der in der Begründung genannten Maßnahmen. Des Weiteren beschließt der Ausschuss die Freigabe der Fußgängerzone für den Radverkehr im Rahmen eines Verkehrsversuches.

Begründung:
Die Stadt Lüdenscheid hat im Nachgang zum 1. Radverkehrsforum im Frühjahr diesen Jahres eine
Vielzahl kleinerer und größerer Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs gebündelt und beabsichtigt,
diese nun schrittweise umzusetzen.

Kleinere Einzelmaßnahmen
Mit relativ geringem Aufwand und geringem Konfliktpotential lassen sich die folgenden Maßnahmen
umsetzen:
• Freigabe von Busspuren für den Radverkehr (z.B. an der Werdohler Straße)
• Erhöhung der Netzdurchlässigkeit (Verbreiterung der Durchfahrtsbreiten an Schranken und
Pfosten)
• Aufhebung von Durchfahrtsverboten für den Radverkehr
(z.B. Nachtfahrverbot in der Oberstadt)
• Kennzeichnung von durchlässigen Sackgassen (z.B. An der Mehr)
• Markierung von Radwegefurten und Verdeutlichung durch ein Sinnbild Radfahrer (z.B. Furten
an den Einmündungen An der Mehr und Blücher Weg, Sinnbilder entlang der Humboldtstraße
und der Herscheider Landstraße jeweils bergwärts)
• Freigabe von Gehwegen für den Radverkehr (z.B. Verbindungsweg Dammstraße – Dammstraße)
Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt sukzessive in Abhängigkeit von den Witterungsverhältnissen
und der Mittelverfügbarkeit.

Freigabe der Fußgängerzone als Verkehrsversuch
Im Zeitraum von März bis Juni 2013 soll im Rahmen eines Verkehrsversuches der gesamte Fußgängerbereich
in der Innenstadt für den Radverkehr ohne räumliche oder zeitliche Beschränkung freigegeben
werden.

Nach den geltenden Richtlinien ist Radverkehr in Fußgängerbereichen zuzulassen, wenn im Fußgängerbereich
wichtige Ziele des Radverkehrs liegen und eine Umfahrung des Fußgängerbereiches ein
Sicherheitsrisiko darstellt oder stark umwegig ist. Es hat im Einzelfall eine Prüfung und Abwägung zu
erfolgen. Soweit die Prüfung kein eindeutiges Ergebnis liefert, kann die Zulassung versuchsweise
erfolgen.
Die Polizei lehnt eine Freigabe des Fußgängerbereiches aus Gründen der Unfallgefahr ab.
Zu Beginn des Verkehrsversuchs soll verstärkt auf ein korrektes, rücksichtsvolles Verhalten aller Beteiligten
und die Konsequenzen bei Nichtbeachtung hingewiesen werden.
Die Unfallentwicklung wird sowohl vor als auch während des Verkehrversuchs dokumentiert und analysiert,
so dass eine objektive Bewertungsgrundlage zur Entscheidung über eine dauerhafte Lösung
vorliegt.
Weiteres Vorgehen Radverkehrsförderung
2. Lüdenscheider Radverkehrsforum im Januar/Februar 2013
Lüdenscheid, den 24.10.2012
Im Auftrag:
gez. Martin Bärwolf

 

--------------------------------------------------------------------mehr zum Thema--------------------------------------------------------------

WDR LOKALZEIT SÜDWESTFALEN Sendung von Montag, 19.11.12

 

Anmoderation:

Und jetzt kommt Einzigartiges aus Lüdenscheid. Radfahren macht da nicht wirklich Spaß. Wer mal versucht hat, zum Bahnhof zu radeln, hat schon spätestens im 300 m langen Rathaustunnel komplett die Lust verloren. Gefährlich ist es obendrein.

Stark befahrene Straßen, dazu viele Berge und Täler; Lüdenscheid ist alles andere als fahrradfreundlich. Die Fußgängerzone wäre eine willkommene Abkürzung. Die ist natürlich tabu. Aber genau das könnte sich bald ändern.

Bericht: Markus Stumpf ist viel mit dem Rad unterwegs und hat sich deshalb ein bequemes Sitzrad angeschafft. Doch spätestens hier (Martin-Niemöller-Str. hoch zum Rathausplatz) endet die legale Möglichkeit fahrend weiter zu kommen.

Die Fußgängerzone ist in Lüdenscheid ein unüberwindbares Hindernis, um ungefährtlich die Innenstadt zu passieren. Radfahren ist verboten und deshalb muss Markus Stumpf schieben. Egal ob viel Betrieb ist oder wenig.

  1. Stumpf O-Ton: Gerade wenn hier nichts los ist und wenn hier kein Markt ist und sonst nichts und es ist wirklich massig Platz... von daher wünscht man sich natürlich schon hier mal fahren zu dürfen – gerade, weil es auch eine wichtige Abkürzung ist...

Bericht: ...Zum Beispiel, um aus den südlichen Stadtteilen Richtung Bahnhof zu kommen. Das geht per Rad derzeit nur durch den Rathaustunnel, eine 300 Meter lange stinkende dunkle Röhre – eine Zumutung für jeden Fahrradfahrer.

(Im Film sieht man Markus Stumpf in den Tunnel ein und ausfahren)

Deshalb fordert der ADFC, der deutsche Fahrradclub, endlich Teile der Fußgängerzone frei zu geben... so wie in anderen Städten...

  1. Stumpf: ...Und weil es hier eben wichtige Abkürzungen gibt, die so ohne Weiteres nicht zu überwinden sind; es sei denn man fährt durch die Taleinschnitte östlich und westlich des Rathaustunnels. Das wäre möglich, aber es ist natülich mit sehr vielen Umständen verbunden. Und gerade hier in der Fußgängerzone gibt es einige Bereiche, die sind wirklich sehr fußgängerarm und da sehe ich überhaupt keine Probleme, das freizugeben.

Bericht: Doch bislang ist der Plan gescheitert. Die Verwaltung hatte auf Wunsch vieler Radfahrer versuchsweise die Fußgängerzone für die Durchfahrt freigeben wollen. Doch viele Stadtpolitiker meckerten. Das sei zu gefährlich, so die Mehrheitsentscheidung.

Jetzt versuchen einige Politiker zumindest das Queren der Fußgängerzone auf den großen Plätzen, wie am Rathaus und am Sterncenter zu ermöglichen.

Michael Wülfrath (FDP) O-Ton: Es ist zugegebener Maßen ein unhaltbarer Zustand für relativ wenige Radfahrer im Moment, aber vielleicht liegt es auch daran, dass die Plätze nicht geöffnet sind. Es geht auch um einen Versuch zunächst mal, es ist nicht gesagt worden „das ist eine endgültige Regelung dann“, sondern es geht um einen Versuch und ich sehe keinen vernüftigen Grund, warum man das nicht 3 Monate lang versuchen sollte, so wie es auch angeregt worden ist.

Bericht: Und auch in der Lüdenscheider Bevölkerung scheint die Stimmung eher für den Versuch zu sein. Zumindest da, wo viel Platz ist. Viele sehen das Thema mit dem Rad und der Fußgängerzone eher gelassen.

Passantin O-Ton: Ich find das gut. Das sollte man auf jeden Fall machen. Dann können wir hier auch fahren.

Passant Nr. 1 O-Ton: Warum nicht? Da gibt es doch Wochenenden, wo eigentlich nichts los ist und es wäre schön, wenn die Wege einfach frei wären.

Passant Nr. 2 O-Ton: Der Platz hier mit diesem Aufkommen... wenn man das vorsichtig macht und nicht einfach daher fährt, sehe ich da kein Problem. Aber die Wilhelmsstraße hinunter oder herauf zu fahren halte ich eher für nicht so zielführend.

Bericht: Noch müssen sich die Radler durch das tägliche Verkehrsgewühl schlagen. In Lüdenscheid wird jetzt an einem Konzept für ein besseres Wegenetz gearbeitet.

Zurecht sagt Markus Stumpf, gerade wegen der aufkommenden Elektrobikes. Stumpf O-Ton: Da gibt es schon Einige, die bereit sind umzusteigen. Und man kann also jetzt nicht mehr sagen, dass wir hier in Lüdenscheid keine Bedeutung haben für Fahrradfahrer. Also es ist schon so, dass sich der Radfahreranteil erhöht hat...

Bericht: ...Vielleicht gelingt es ja doch, dass Markus Stumpf hier bald nicht mehr schieben muss.

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Eine Wiedervorlage des abgeschmetterten Beschlusses mit gewissen Einschränkungen im Bereich der FGZ ist geplant. Hier berichtete Radio MK kurz, wie die gemeinsamen Sitzung ausgegangen ist:

 

23.11.2012 Radio MK

Radfahrer dürfen auch künftig nicht durch die Lüdenscheider Innenstadt fahren. Die sogenannte "Radfahr-Offensive" ist damit zumindest vorerst vom Tisch. Nach Angaben der Stadt habe die Verwaltung entsprechende Überlegungen aufgrund von Bedenken zurückgezogen, heißt es. Man habe zunächst überlegt, ob Radfahrer probeweise durch die Lüdenscheider Fußgängerzone fahren können. Bereits im Vorfeld hatte es in der Stadt Streit über den Sinn oder Unsinn dieser Pläne gegeben. Das Thema soll aber offenbar in Zukunft noch einmal beratschlagt werden. Wann genau, steht allerdings noch nicht fest.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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